Zuverlässige Diagnosen an Transformatoren offener Bauart durch Korrektur der Gasverlu

Konferenz: VDE-Hochspannungstechnik 2018 - ETG-Fachtagung
12.11.2018 - 14.11.2018 in Berlin, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 157: VDE-Hochspannungstechnik

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

Persönliche VDE-Mitglieder erhalten auf diesen Artikel 10% Rabatt

Autoren:
Bräsel, Olaf; Bräsel, Eckhard (GATRON GmbH Greifswald, Deutschland)
Pieper, Jens (EnergieNetz Mitte GmbH Kassel, Deutschland)
Goldenbaum, Frank-Uwe (E.DIS Netz GmbH Demmin, Deutschland)

Inhalt:
Die Interpretation von DGA-Ergebnissen mittels Fehlergasquotienten nach DIN EN 60599 enthält ein mögliches Risiko von Fehldiagnosen durch H2- und CO-Verluste offener Transformatoren. Auftretende Gasverluste lassen sich mit Hilfe einer mobilen Messanordnung (GER-Messung), die den Gasraum des Ausdehners einbezieht, ermitteln und für die Quotientenberechnung korrigieren. Bedeutende H2-bzw. CO-Verluste liegen vor, wenn der Vergleich der so bestimmten Fehlergasquotienten mit den aus der DGA berechneten eine veränderte Diagnoseaussage liefert. Vorhandene elektrische Fehler und der Abbau der Festisolation werden in diesen Fällen mit der DGA fehldiagnostiziert (Tab. 1). Die Korrektur der Gasverluste ist verbunden mit einer H2-Gleichgewichtsprüfung für die erweiterte Diagnoseaussage „gasseitiges Leck Laststufenschaltergefäß“. Anhand von zwei Fallbeispielen werden H2-Verluste und dadurch bedingte Anstiege der betreffenden Gasquotienten bestätigt. Hervorzuheben ist in einem Fall der bedeutende H2-Verlust, der die Diagnoseaussage von „Leck Laststufenschaltergefäß“ (lt. DGA) auf „elektrische Entladung“ (lt. GER-Messung) verändert. Damit sollte das Interesse geweckt sein, das Ausmaß von Veränderungen zu den von bedeutenden H2- und-CO-Verlusten beeinflussten DGA-Diagnoseaussagen aufzuklären.