Untersuchung von Flugzeugradomen mit simulierten Blitzströmen

Konferenz: VDE-Hochspannungstechnik 2018 - ETG-Fachtagung
12.11.2018 - 14.11.2018 in Berlin, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 157: VDE-Hochspannungstechnik

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Karch, Christian; Calomfirescu, Mircea (Airbus Defence and Space GmbH, Manching, Deutschland)
Paul, Christan; Heidler, Fridolin (Universität der Bundeswehr München, Neubiberg, Deutschland)

Inhalt:
Das Radom eines Flugzeuges besteht aus verlustarmen dielektrischen Materialien und dient dem Schutz des Radarsystems, welches sich in der Nase des Flugzeugs befindet. Aufgrund der verwendeten Materialien kann es jedoch keinen hinreichenden Schutz gegenüber externen elektrischen und magnetischen Feldern bieten, die bei atmosphärischen Entladungen auftreten. Die metallische Radarantenne, die sich im Inneren des Radoms befindet, stellt ein bevorzugtes Ziel bei einem Blitzeinschlag dar, weil sich von der metallischen Struktur der Antenne Fangentladungen entwickeln können. Bei einem Radom-Blitzschutzsystem ist insbesondere darauf zu achten, dass bei einem Blitzeinschlag auf das Radom der Plasmakanal der Blitzentladung nicht bis zur Radarantenne durchbrechen kann, weil dadurch sowohl die Radomstruktur als auch die Elektronik der Radarantenne schwer beschädigt werden können. Für den Blitzschutz der Radome werden neben massiven auch sogenannte segmentierte Ableiterstreifen verwendet. Die segmentierten Ableiterstreifen beeinflussen nur geringfügig die Antennenabstrahlung und stören somit kaum die Radarabstrahlung und den -Empfang. Andererseits müssen die segmentierten Ableiterstreifen und die Radomstruktur der Blitzbedrohung insbesondere durch die hohen Blitz-Impulsströme standhalten. Im folgenden Beitrag soll anhand eines Satcom-Radoms aufgezeigt werden, wie ein effektiver Blitzschutz mit massiven und segmentierten Ableiterstreifen realisiert werden kann. Um die Wirksamkeit aufzuzeigen, wurden ausgewählte, repräsentative Muster der Radomstruktur im Hochstromlabor der Universität der Bundeswehr München mit simulierten Blitz-Strömen getestet.