Verhalten von Freileitungen unter Einfluss atmosphärischer Entladungen

Konferenz: VDE-Hochspannungstechnik 2018 - ETG-Fachtagung
12.11.2018 - 14.11.2018 in Berlin, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 157: VDE-Hochspannungstechnik

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

Persönliche VDE-Mitglieder erhalten auf diesen Artikel 10% Rabatt

Autoren:
Schwalt, Lukas; Plesch, Jürgen; Pack, Stephan (Technische Universität Graz, Institut für Hochspannungstechnik und Systemmanagement, Graz, Österreich)

Inhalt:
In diesem Beitrag werden die transienten Beeinflussungen von direkten und indirekten atmosphärischen Entladungen auf Hoch- und Höchstspannungsfreileitungen in Zusammenhang mit den vorherrschenden Erdungsimpedanzen des Freileitungssystems gebracht. Speziell für diese Untersuchungen wurden die transienten Messdaten von zwei Freileitungssystemen, einer Berg- und einer Talleitung, herangezogen. Die Einbindung von Messwerten der Mast-Erdungsimpedanzen in elektrische, zeitliche und geografische Parameter der verwendeten Datensätze (Korrelationsmethodik) wird genutzt, um das Verhalten des Hochspannungssystems unter Beeinflussung atmosphärischer Entladungen an realen transienten Spannungsmessungen zu analysieren. Die Fragestellung, ob exponierte Freileitungssysteme im alpinen Bereich oder Leitungszüge mit hohen Erdungsimpedanzen eine höhere Ausfallswahrscheinlichkeit zeigen, wird im Zuge dieser Arbeit analysiert und interpretiert. Mithilfe der Ergebnisse dieser Untersuchung können aus realen Messungen im Hochspannungsnetz Aussagen über Kennwerte des Erdungskonzepts der bestehenden Freileitungssysteme getroffen werden. Die Analyse zeigt, dass keine Korrelation zwischen Exposition der Masten (Lage im Gebirge, Lage im Tal) und der Entladungshäufigkeit gefunden werden kann. Für die Korrelation der Erdungsimpedanzen mit den aufgezeichneten transienten Messungen kann ebenso keine Häufung von Messungen bei höherer Erdungsimpedanz festgestellt werden.