Die Glasfasermitverlegungspflicht und deren Auswirkungen auf den Telekommunikationsmarkt

Konferenz: Kommunikationskabelnetze - 25. ITG-Fachtagung
11.12.2018 - 12.12.2018 in Köln, Deutschland

Tagungsband: ITG-Fb. 283: Kommunikationskabelnetze

Seiten: 4Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Bör, Jörg (VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH, Offenbach, Germany)

Inhalt:
Mit dem Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze („DigiNetzG“) setzt die Bundesregierung die „digitale Agenda für Europa“ auf Basis der Kostensenkungsrichtlinie 2014/61/EU um. Kernelemente des Gesetzes sind die Pflicht zur Verlegung von Glasfaserkabeln bei Neubau oder Sanierung von Verkehrswegen und bei der Erschließung von Neubaugebieten sowie die Mitnutzung bestehender Infrastruktur zur Verlegung von Glasfaserkabeln. Das neue Gesetz führt zwangsläufig zu einem erhöhten Bedarf an LWL-Kabeln, stellt Infrastrukturbetreiber aber auch vor planerische und technische Herausforderungen. Denn optische Nachrichtenübertragung ist weder die Kernkompetenz dieser Unternehmen noch deren originäres Geschäftsinteresse. Insbesondere trifft dies für die Beschaffung und die Qualitätssicherung der LWL-Kabel zu. Um eine zukunftssichere Qualität, Verfügbarkeit und Interoperabilität der Netze sicherzustellen, bietet der Einsatz von standardisierten Kabeln oder Mikrorohrsystemen gerade vor dem Hintergrund des DigiNetzG erhebliche Vorteile. Darüber hinaus gibt die Verwendung von Kabeln und Komponenten, die durch unabhängige, akkreditierte Prüfinstitute zertifiziert wurden, den Verantwortlichen zusätzlich Sicherheit, dass die verlegten Netze in späterer Zukunft gewinnbringend genutzt werden können.