Gebrauchstauglichkeit und Prozessketten am Beispiel von "Point of Care Testing"

Konferenz: MEK 2005 - 4. Medizintechnik- und Ergonometriekongress - Vorträge des DGBMT-Kongresses: Medical Devices: Human Factors and Patient Safety
17.03.2005 - 18.03.2005 in Münster, Deutschland

Tagungsband: MEK 2005

Seiten: 3Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Gehring, Harmut (Klinik für Anästheosiologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Deutschland)

Inhalt:
Bei der patientennahen Sofortdiagnostik (POCT) handelt es sich um Analysenverfahren, die ohne Probenvorbereitung im Rahmen der Krankenversorgung unmittelbar als Einzelprobenmessungen durchgeführt werden. Die Messsysteme sind so konzipiert, dass für ihre Handhabung keine eingehende medizinischtechnische Qualifikation und Erfahrung auf dem Gebiet der Laboratoriumsmedizin benötigt wird. Ein klinisch bedeutender Bereich ist die Blutgasanalytik (BGA) im Umfeld von OP und Intensivstationen. Die Richtlinie der Bundesärztekammer (RiliBÄK) zur Qualitätssicherung quantitativer laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen schreibt seit dem 5. Dezember 2003 Krankenhäusern vor, die Qualität patientennaher Sofortdiagnostik nach den gleichen Regeln zu sichern, wie sie für die Analytik in einem Zentrallabor schon lange gelten. Die im Rahmen kritischer Budgetierung im Krankenhaus umzusetzende Regelung sowie die zentrale elektronische Erfassung erfordern von den Betreibern Investitionen in größerem Umfang. Es bietet sich hierbei die Vergabe an einen Hersteller an, der den Aufgabenbereich für POCT umfassend übernehmen kann. Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Beurteilung von BGA-Systemen führender Hersteller zur Gebrauchstauglichkeit im engen Umfeld der klinischen und personalbezogenen Anwendung sowie unter Berücksichtigung der zukünftigen Anforderungen in einem Universitätsklinikum.