Blitzschutz mit neuartiger isolierter Ableitung für Mobilfunkanlagen und Dachaufbauten

Konferenz: EMV 2006 - Internationale Fachmesse und Kongress für Elektromagnetische Verträglichkeit
07.03.2006 - 09.03.2006 in Düsseldorf, Germany

Tagungsband: EMV 2006

Seiten: 8Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Müller, Klaus-Peter (DEHN + SÖHNE GmbH + Co.KG, Produktmanagement Blitzschutz / Erdung, Neumarkt i. d. OPf.)

Inhalt:
Die elementare Aufgabe des Äußeren Blitzschutzes ist es, nach dem Prinzip von Benjamin Franklin den Blitz zu fangen, außen am Gebäude abzuleiten und gefahrlos in die Erde zu führen. Um gefährliche Überschläge zwischen Teilen des Äußeren Blitzschutzes und inneren, leitfähigen Teilen (Elektroanlage, Rohrleitungen, Lüftungskanäle, usw.) infolge eines direkten Blitzeinschlages zu verhindern, ist die Einhaltung des Trennungsabstandes s bei der Planung und Realisierung einer Blitzschutzanlage eine wichtige Forderung. Der Trennungsabstand s muss entsprechend der normativen Vorgabe von DIN V VDE V 0185 Teil 3, Hauptabschnitt 1, Abschnitt 5.3, berechnet werden. Jedoch ist die Einhaltung des Trennungsabstandes bei Neuanlagen und bestehenden Anlagen vielfach ein Problem. So erlaubt es die moderne Architektur aus stilistischen Gründen oftmals nicht, die Ableitung isoliert, d.h. getrennt mit Stützisolatoren am Gebäude, herabzuführen. Aber gerade bei modernen Industrieanlagen ist vielfach das Dach die letzte Installationsebene mit z.B. Einrichtungen der Lüftungs- und Klimatechnik, unterschiedlichen Rohrsystemen und Kabelpritschen. Blitzschutzanlagen und der notwendige Trennungsabstand sind dort ein Muss. Durch geschickte Positionierung von Fangeinrichtungen, nach dem Blitzkugelverfahren dimensioniert, lassen sich direkte Blitzeinschläge in diese dachüberragenden Einrichtungen verhindern. Eine besondere Problemstellung hierbei war die Frage: Wie kann der Blitzstrom technisch korrekt unter Beachtung des ausreichenden Trennungsabstandes s und architektonisch ansprechend zur Erde abgeleitet werden? Eine neuartige Lösung dafür ist die HVI(R)-Leitung aus dem DEHNconductor System.