Downstream-Prozesse bei OEM-Kooperationen

Konferenz: Product Life live 2007 - Das Know-how zum Management des Produktlebens
06.11.2007 - 07.11.2007 in Mainz

Tagungsband: Product Life live 2007

Seiten: 8Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Stiller, Jens (InMediasP GmbH, Senior Consultant und Leitung Standort, Stuttgart)

Inhalt:
Aufgrund der Globalisierung und des steigenden Kostendruckes wird die Entwicklung von Produkten zunehmend gemeinsam getätigt oder komplett an Partner ausgegliedert. In der Automobilindustrie wird z.B. die bisherige, oft eingleisige Zusammenarbeit zwischen OEM (Original Equipment Manufacturer = Originalhersteller) und Zulieferer aufgeweitet auf OEMs, die miteinander Komponenten entwickeln (z.B. Hybrid-Antrieb durch DaimlerChrysler, BMW und General Motors). Die CAD-Daten werden immer komplexer und beinhalten immer mehr zusätzliche Informationen zu Bauteilen und Prozessen. Diese komplexen Datenbestände müssen unter Berücksichtigung von Varianten und Konfigurationen in PDM (Produktdatenmanagement)-Systemen verwaltet werden. Daraus ergeben sich für eine globale PDM-übergreifende Zusammenarbeit diverse Herausforderungen u. a. bezüglich des Datenformates, des Datenaustausches sowie der Abschirmung der nicht-gemeinsamen Daten (Know-How Schutz) und nicht zuletzt die Problematik der unterschiedlichen Zeitzonen bei einer globalen Vernetzung der Systeme und Anwender. Verschiedene Datenquellen werden genutzt, um ein gemeinsames Produkt zu entwickeln oder es werden Komponenten von verschiedenen (System-)Zulieferern verbaut. Wie werden diese Daten in die eigene Systemwelt integriert und archiviert? Werden sie als Black Box im PDM-System gespeichert, ohne die Daten in die eigene Produktstruktur einzupflegen? Die Art der Zusammenarbeit entscheidet hier grundlegend über eine Daten-Migration, -Integration oder -Kapselung. Durch den globalen Ansatz kommt noch der Zeitversatz hinzu. Die Datenversorgung der Downstream-Bereiche muss den Datenaustausch der PDM-Systeme beachten, da die Anwender sonst mit veralteten Daten arbeiten. Doch wie bekommt der Konstrukteur, der Berechner, der Packaging-Ingenieur die Daten bereitgestellt? Wie aktuell sind die Daten bzw. sollten sie sein? In diesem Vortrag wird auf die Problematik bei der Zusammenarbeit mit zwei unterschiedlichen PDM-Systemen eingegangen. Der Fokus liegt auf der Bereitstellung von CAD-Daten für Engineering Downstream Bereiche wie DMU / CAE und den sich daraus ergebenden Herausforderungen an die IT.