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VDE-AR-N 4105 Anwendungsregel:2026-03

Anschluss und Betrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (TAR EZA NS)

Art/Status: Anwendungsregel, gültig
Ausgabedatum: 2026 -03
VDE-Artnr.: 0100940

Was gehört zum Anwendungsbereich der Norm?
Die VDE-Anwendungsregel "Anschluss und Betrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (TAR EZA NS)" legt zusätzliche allgemeine technische Mindestanforderungen für Erzeugungsanlagen und Speicher in Ergänzung zur VDE-AR-N 4100 „Anschluss und Betrieb von Kundenanlagen am Niederspannungsnetz“ fest.
Die TAR EZA NS gilt für alle Erzeugungsanlagen und Speicher, die parallel mit dem Netz des Netzbetreibers betrieben werden, auch für solche, die nicht in das Netz des Netzbetreibers einspeisen sowie bei einer Erweiterung oder Änderung bestehender Anlagen. Für einen bestehenden, unveränderten Teil der elektrischen Anlage gibt es seitens dieser VDE-Anwendungsregel keine Anpassungspflicht, sofern eine sichere und störungsfreie Stromversorgung sichergestellt ist.
Die Anforderungen dieser Anwendungsregel gelten auch unabhängig von der Spannungsebene des Netzanschlusspunktes, bei einer kumulierten installierten Leistung ? PAmax, =135kW ? 500 kW mit einer vereinbarten Einspeiseleistung von PAV, E ? 270 kW sowie für Erzeugungsanlagen mit einem PAmax < 135 kW. Die TAR EZA NS gilt auch für Kleinsterzeugungsanlagen und -speicher mit einem PAmax = 0,8 kW. Bis zu diesem Grenzwert gelten teilweise vereinfachte Bedingungen, die in den Abschnitten 4.4 und 5.5.3 sowie den zugehörigen Anhängen dieser Anwendungsregel beschrieben sind.
Bei KWK-Erzeugungseinheiten sowie für Wind- und Wasserkrafterzeugungseinheiten, Brennstoffzellen und direkt mit dem Netz gekoppelten Asynchrongeneratoren mit einer Summenwirkleistung von jeweils ist unabhängig von der Leistung der gesamten Erzeugungsanlage für diese Erzeugungseinheiten diese VDE-Anwendungsregel anzuwenden.
Welche Anforderungen behandelt die Norm?
Die TAR EZA NS beinhaltet Anforderungen an die Ausgestaltung von Netzanschlüssen und Ausführung von Erzeugungsanlagen sowie an die entsprechenden Netz- und Anlagenschutzkonzepte. Sie legt Anforderungen an den Betrieb der Erzeugungsanlagen fest.
Die TAR EZA NS beinhaltet außerdem die Ausgestaltung der Nachweise der elektrischen Eigenschaften von Erzeugungsanlagen.
Gibt es Einschränkungen im Anwendungsbereich der Norm?
Die Anforderungen der VDE-Anwendungsregel "Anschluss und Betrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (TAR EZA NS)" gelten nicht für Anlagen, bei denen es sich eindeutig und nachweislich um Prüfstände oder vergleichbare technische Sonderanlagen gemäß 5.5.4 handelt.
Die Anforderungen der TAR EZA NS gelten ebenfalls nicht für elektrische Antriebe, die sich temporär generatorisch verhalten und Energie in das Netz des Netzbetreibers zurückspeisen. Für den Eigenschutz dieser Anlagen ist der Anschlussnehmer verantwortlich.
Was sind typische Anwendungsbeispiele der Norm?
Die VDE-Anwendungsregel "Anschluss und Betrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (TAR EZA NS)" umfasst folgende Themenbereiche:
• Allgemeine Grundsätze des Netzanschlusses
• Ausgestaltung des Netzanschlusses
• Ausführung der Erzeugungsanlage
• Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz)
• Abrechnungsmessung
• Betrieb der Anlage
• Nachweis der elektrischen Eigenschaften
Ankündigungstext Englisch:
What does the scope of the document include?
The VDE application rule ‘Connection and operation of generation systems on the low-voltage grid (TAR EZA NS)’ specifies the general minimum technical requirements for generation systems and storage facilities that go beyond VDE-AR-N 4100 ‘Connection and operation of customer systems on the low-voltage grid’.
The TAR EZA NS applies to all generation systems and storage systems that are operated in parallel with the grid operator's grid, including those that do not feed into the grid operator's grid and in the event of an extension or modification to existing systems. For an existing, unchanged part of the electrical installation, this VDE application rule does not require any adaptation, provided that a safe and trouble-free power supply is ensured.
The requirements of this application rule also apply regardless of the voltage level of the grid connection point, with a cumulative installed power ? PAmax, =135kW ? 500 kW with an agreed feed-in power of PAV,E ? 270 kW as well as for generation plants with a PAmax < 135 kW. The TAR EZA NS also applies to micro-generation systems and storage facilities with a PAmax = 0,8 kW. Up to this limit, simplified conditions apply in part, which are described in sections 4.4 and 5.5.3 and the associated annexes to this application rule.
For CHP generation units as well as for wind and hydropower generation units, fuel cells and asynchronous generators directly connected to the grid with a total active power of in each case, this VDE Application Rule shall apply to these generation units irrespective of the power of the entire generation system.
What requirements are dealt with in the document?
The TAR EZA NS contains requirements for the design of grid connections and the design of generation plants as well as the corresponding grid and plant protection concepts. It specifies requirements for the operation of generation plants.
TAR EZA NS also includes the design of the verification of the electrical characteristics of generation plants.
Are there any restrictions in the scope of the document?
The requirements of the VDE application rule ‘Connection and operation of generation systems on the low-voltage grid (TAR EZA NS)’ do not apply to systems that are clearly and demonstrably test benches or comparable special technical systems in accordance with 5.5.4.
The requirements of TAR EZA NS also do not apply to electrical drives that temporarily act as generators and feed energy back into the grid of the grid operator. The connectee is responsible for the self-protection of these systems.
What are the typical examples of use of the document?
The VDE application rule ‘Connection and operation of generation systems on the low-voltage grid (TAR EZA NS)’ covers the following topics:
- General principles of the grid connection
- Design of the grid connection
- Design of the generation system
- Grid and system protection (NA protection)
- Billing measurement
- Operation of the system
- Proof of electrical properties

Gegenüber VDE-AR-N 4105 (VDE-AR-N 4105):2018-11 und VDE-AR-N 4105 Berichtigung 1 (VDE-AR-N 4105 Berichtigung 1 ):2020-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Ausgestaltung des Anschluss- und Nachweisprozesses für Netzanschlüsse bis zu einer kumulierten Leistung ?PAmax = 135 kW = 500 kW oder einer Einspeiseleistung PAV, E = 270 kW am Netzanschlusspunkt die nach dieser Anwendungsregel in einer höheren Spannungsebene angeschlossen werden;
b) Vereinfachung der technischen Mindestanforderungen für Erzeugungsanlagen und Speicher bis 800 VA;
c) Weiterentwicklung PAV,E-Überwachung durch Einführung eines PAV, E-Schutzes und Erweiterung bis zur Nulleinspeisung;
d) Q(U) als Standardverfahren für die Blindleistung (Auslieferungszustand);
e) erweiterte Anforderungen an systemstützende Eigenschaften der Erzeugungseinheiten (RoCoF, P(f) und Einstellwerte des NA-Schutzes);
f) neue NA-Schutz-Varianten;
g) Anforderungen und Nachweisvorgaben für rückspeisefähige Ladeeinrichtungen;
h) Referenzierung auf den FNN Hinweis zum Einzelnachweisverfahren;
i) Überarbeitung der Formulare für den Anschlussprozess und Reduzierung des erforderlichen Datenumfangs;
j) Einarbeitung der FAQ’s (z. B. NA-Schutz-Kuppelschalter-Konfiguration);
k) aktualisierte Beispiele für Zählerplatzkonfigurationen;
l) Aufnahme eines Anlagenzertifikates ab einer kumulierten Leistung ?PAmax = 135 kW > 500 kW oder einer Einspeiseleistung PAV, E > 270 kW am Netzanschlusspunkt.